Amnesty International Gruppe Gerolstein - Vulkaneifelkreis

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Gruppe Gerolstein - Vulkaneifelkreis

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HERZLICH WILLKOMMEN AUF DER HOMEPAGE DER AMNESTY-GRUPPE VULKANEIFELKREIS

Als lokale Gruppe von Amnesty International im Vulkaneifelkreis setzen uns für die Verwirklichung der Menschenrechte weltweit ein und führen dazu regelmäßig Aktionen und Informationsveranstaltungen durch. Wir arbeiten zu verschiedenen Themen und Ländern. Schwerpunkt unserer Arbeit ist zurzeit die Unterstützung von Mitgliedern der Garifuna, einer Bevölkerungsgruppe mit afrikanischem Hintergrund in der nord-honduranischen Stadt San Juan Tela. Die Garifuna dort werden seit Jahren bedroht und eingeschüchtert, weil auf ihrem Landbesitz ein Touristik-Zentrum entstehen soll.

Wir freuen uns jederzeit über neue Mitstreiter/innen (Angaben zu Kontakt und Terminen: s. links in der Kategorie "Unsere Gruppe"). Einen näheren Einblick in unserer Aktivitäten geben Ihnen unsere Jahresberichte, die hier als PDF-Dokumente zum Download zur Verfügung stehen:

Attach:bericht-1658-winter2009-allgemein.pdf

Attach:bericht-1658-winter2008-allgemein.pdf

Mahnwache gegen Menschenrechtsverletzungen im Frühjahr 2010

Vortrag in Daun von Frau B. Moaali zur Menschenrechtslage im Iran

Infostand im Rahmen des Ruanda-Tages 2006 in Kelberg

Auszug eines Amnesty-Beitrages im Trierischer Volksfreund vom 10.12.2011

Gerolstein. Helmut Adrian schlägt seinen dicken Ordner auf. Petitionen und Infomaterial von Menschenrechtsverletzungen aus der ganzen Welt. „Ganz aktuell ist gerade Syrien“, erklärt der Gerolsteiner Gruppensprecher. „In den Krankenhäusern dort werden Patienten noch mal aus den Betten gezerrt und verprügelt.“ In dem arabischen Land herrscht seit 2000 ein Gewalt-Regime, und ähnlich wie in Ägypten oder Tunesien haben die Menschen in Massen dagegen demonstriert. Armee und Sicherheitskräfte von Diktator Baschar Al-Assad schlagen die Bewegungen immer wieder gewaltsam nieder, laut UNO starben bisher mindestens 4000 Menschen. Mit kleinen gelben Handzetteln bewirbt Adrian die Online-Petition, die Gewalt in Syrien zu beenden. „Das ist meine Hauptaufgabe. Ich bekomme das Material von Amnesty, leite es an meine Leute weiter und die verteilen das dann.“

33 Mitglieder hat die Gruppe im Vulkaneifelkreis. Zu den Treffen alle vier bis sechs Wochen kommen aber im Schnitt nur fünf. „Uns fehlt der Nachwuchs. Vor allem kommen keine jungen Leute nach“, erklärt Adrian. „Die schnellen Erfolge bleiben bei dieser Arbeit aus, das fordert Ausdauer.“ Weil sich zu wenig Leute zusammentrommeln ließen, fällt auch die für heute geplante Mahnwache zum Internationalen Tag der Menschenrechte aus. „Ich nehme das aber keinem übel. Die Arbeit bei Amnesty ist trotzdem erforderlich. Und es bringt meiner Meinung nach mehr, die Briefe, Appelle und Postkarten zu verteilen, als sich mit zwei Leuten auf den Brunnenplatz zu stellen“, so Adrian.

Frustrierend findet der Menschenrechtler da schon eher, wenn sich frei gekämpfte Opfer nicht bedanken. „Wir hatten uns für die Freilassung eines Gefängnisinsassen Uruguay eingesetzt. Seine Frau hatte einen Kiosk und der haben wir dann Kulis oder Tischdeckchen geschickt, die sie dann verkaufen konnte. Aber als er frei kam haben wir von ihm nie wieder was gehört.“ Die nächsten paar Jahre will Helmut Adrian die Gruppe noch weiter leiten, ein Nachfolger ist bis jetzt nicht in Sicht. „Wenn alle Stricke reißen, müssen wir die Gruppe abmelden. Das würde ich aber nicht als Misserfolg werten. Das ist dann eben der demografische Wandels".

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